Wenn die Herbstkühle aufzieht und das Laub fällt wird in der Teichwirtschaft tradtionell abgefischt.
Dann nämlich ist die Wassertemperatur niedrig und die Sauerstoffsättigung hoch genug, so dass es für Fische stressarm und schonend geschehen kann. In der Karpfenwirtschaft legt man das Abfischen außerdem in den Herbst, weil dann die Wachstumsphase des Fisches beendet ist.
Während es in der klassischen Fischwirtschaft um eine schonende Ernte geht, dient das Abfischen bei uns vor allem dem Artenschutz. Unsere Laichgewässer sollen für Kammmolch und Knoblauchkröte weitgehend fischfrei bleiben, denn einzelne Arten wie der Stichling können für Amphibien gefährlich werden, wenn sie in großer Zahl auftreten.
Gleichzeitig setzen wir heimische Fische in spezielle Futterteiche um – dort sind sie eine natürliche Nahrungsquelle für Fischotter, Seeadler und Schwarzstorch. Eingeschleppte Arten wie Blaubandbärblinge, Sonnenbarsche oder Signalkrebse werden dabei entfernt, um das ökologische Gleichgewicht zu schützen.
Karauschen, Schleien, Moderlieschen, Elritzen, Rotfedern und Quappen hingegen sind gern gesehene Fischarten im Teichökosystem.




