Home 2019 November 27 15 Jahre Aukruger Weg

15 Jahre Aukruger Weg

15 Jahre Aukruger Weg

Minister Albrecht lobt Kooperation im Naturschutz und verspricht weiterhin Unterstürzung

Gemeinsam mehr erreichen! Unter dem Motto hat der Naturschutzring Aukrug seit 15 Jahren erfolgreich Natur- und Landschaftsschutz mit Landwirten, Kommunen und weiteren Interessenvertretern des ländlichen Raumes umgesetzt. Zu diesem Anlass waren zahlreiche Gäste der Einladung in die Kulturwerkstatt Aukrug gefolgt. Darunter der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Jan Philipp Albrecht. Dieser lobte die lokale Kooperation, die es in ihrem gleichberechtigten Ansatz stets schaffte Naturschutz konfliktfrei umzusetzen. Albrecht stellte weiterhin finanzielle Unterstützung durch sein Ministerium in Aussicht und wird den Naturschutzring auch bei Herausforderungen der Zukunft mit einbinden.

Jan-Phillip Albrecht – Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Vor 15 Jahren wurde im Naturpark Aukrug ein neuer Weg eingeschlagen: Der Natur- und Landschaftsschutz wurde weitgehend in die Verantwortlichkeit der Menschen in der Region gegeben. Seitdem gestalten die regionalen Akteure aus Landwirtschaft, Naturschutz, Kommunen, Tourismus und Gewerbe in gleichberechtigter Weise Natur- und Landschaftsschutzmaßnahmen und setzen so übergeordnete Ziele eigenverantwortlich um.

„Wenn wir heute auf die gemeinsam erzielten Erfolge, die vielen umgesetzten Projekte und die vertrauensvolle Zusammenarbeit Vor-Ort sowie mit den Behörden blicken, vergessen wir schnell wie neuartig dieser Ansatz vor 15 Jahren war“, sagte Petra Harms (Vorsitzende Naturschutzring Aukrug e.V.)

Um diesen damals mutigen Schritt zu wagen, mussten mehrere glückliche Voraussetzungen zusammenkommen: Es gab Menschen in der Region mit Ideen und einflussreiche Unterstützer in der Region, die den Ansatz als Chance begriffen. Auch auf behördlicher Seite wurde erkannt, dass die Zeit reif war, um die Menschen stärker einzubinden und eine echte Alternative zu dem damals geplanten Landschaftsschutzgebiet, gegen das sich bereits Widerstand formiert hatte, zu schaffen. Mit Hilfe der Kurt und Erika Schrobach-Stiftung, der Gemeinde Aukrug und weiteren Akteuren war bereits 2001 der Naturschutzring Aukrug gegründet worden, in dem die verschiedenen Interessengruppen bereits eng zusammenarbeiteten. Die Vereinsziele machen bis heute auch den Aukruger Weg aus, nämlich den Erhalt einer lebenswerten Landschaft durch einen Naturschutz, der die in der Region lebenden Menschen berücksichtigt und der dem ländlichen Raum eine wirtschaftliche Perspektive bietet.

Naturschutzmaßnahmen in Aukrug

Von den vielen Naturschutzmaßnahmen wie neuen Stillgewässern, entrohrten Bächen, Blühstreifen, Stoppelbrachen und Streuobstwiesen konnten sich die Gäste im Anschluss an die Jubiläumsfeier einen Eindruck auf einer Exkursion durch die Bargfelder Feldmark machen.

Author: Jan-Marcus Carstens

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