Home 2018 Juli 17 Jetzt Stoppelbrachen beantragen

Jetzt Stoppelbrachen beantragen

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Stoppelbrache

Es ist hochsommerlich trocken, landaus, landein brummen die Mähdrescher um das von Dürre geplagte Getreide oder das was davon übrig ist abzuernten. In dieser Zeit planen die Landwirte bereits die nächste Kultur, die auf das Getreide folgt. Wenn es die Fruchtfolge zulässt, bietet es sich an die Getreidestoppel über den Winter stehen zu lassen und nicht wie üblich mit einem bodenbearbeitenden Gerät (Grubber, Egge oder Pflug) zu beackern.

Die Stoppelbrache bietet durch das liegengebliebene Getreide (Schmacht- und Bruchkörner werden vom Drescher aussortiert) vielen Vögeln ein energiereiches Futterangebot. So profitieren vor allem Körnerfresser wie Ammern, Finken, Tauben und Rebhühner aber auch Greifvögel jagen deutlich häufiger über den mäusereichen Stoppelbrachen. Studien haben gezeigt, dass dort im Vergleich zu bearbeiteten Flächen, drei Mal so viele Vögel vorkommen, die bis zu fünf Mal länger verweilen und die Überlebensrate von Rebhuhn, Feldlerche und Goldammer positiv beeinflusst wird. Die positiven Effekte sind offenbar bis Ende Februar sichtbar, da auch dann noch 20% der ursprünglichen Getreidekörner vorhandenen sind.

Der Naturschutzring Aukrug fördert die winterliche Stoppelbrache mit 100 Euro pro Hektar, wenn freiwillige Betriebsleiter einen Vertrag abschließen. Die Auflage nach dem Getreidedrusch nichts auf den Flächen zu unternehmen (ausgenommen Knickpflege) endet bereits Ende Februar, sodass die Flächen für eine Sommerung (Sommergetreide oder Mais) wieder zu Verfügung stehen.

Die Maßnahme ist Teil der Maßnahmenbroschüre „Für Mensch, Natur und Landschaft“, die durch das Land Schleswig-Holstein und den europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) finanziert wird.

Author: Jan-Marcus Carstens

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