Home 2017 Januar 25 Winterzählung der Fledermäuse

Winterzählung der Fledermäuse

Winterzählung der Fledermäuse

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Die Bestände der Fledermausarten im Auge zu behalten, ist eine Verpflichtung gegenüber der EU, da es sich um sogenannte FFH Arten, d.h. Arten die in der Flora-Fauna-Habitat Richtlinie aufgelistet sind, handelt. Deshalb kommt alljährlich im Januar Matthias Göttsche, der vom Land für das Fledermaus Monitoring beauftragt wurde, nach Aukrug, um die Fledermäuse zu zählen.

Insbesondere in ihren Winterquartieren in dem Stollen der alten Ziegelei in Innien und in den Erdkellern in Tönsheide, können die Tiere sehr gut während ihres Winterschlafes gezählt werden. Diese unterirdischen Quartiere bieten den Tieren mit einer relativ konstant bleibenden Temperatur über dem Gefrierpunkt und einer ausreichend hohen Luftfeuchtigkeit beste Bedingungen für die Überwinterung. Für die Aukruger Fledermäuse sind es alte bekannte Orte, die den Jungtieren von den älteren Tieren gezeigt werden.

Die Erdkeller in Tönsheide wurden vom Naturschutzring in den letzten Jahren für die Fledermäuse noch attraktiver gemacht. So wurden neue Türen eingesetzt und verschiedene Versteckmöglichkeiten wie Hohlblocksteine, Ziegelsteinhaufen oder an die Wand geschraubte Lichtplatten installiert. Bei der Zählung müssen alle Wandrisse, Steinecken, Schlitze und weitere Versteckmöglichkeiten mit Spiegel und Taschenlampe genau betrachtet werden, damit kein Tier unentdeckt bleibt.

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Zahlenmäßig waren es in diesem Jahr erstmalig seit fünf Jahren wieder weniger Tiere als im Vorjahr. Dennoch kann die Gesamtzahl mit 90 Tieren als gut bezeichnet werden. Die individuenstärkste Art war wieder einmal die Wasserfledermaus, die als empfindlichere Art bereits bei milden Wintern, wie wir sie in den letzten Jahren hatten, frühzeitig in die Winterquartiere einzieht. Andere anspruchslose Arten wie die Fransenfledermaus harren noch in anderen Verstecken wie Baumhöhlen aus, bis sie bei Wintereinbrüchen in die frostfreien Quartiere umsiedeln. Auch das Braune Langohr ist mit einigen Individuen jedes Jahr in den Kellern zu finden. Die genauen Zahlen können hier eingesehen werden.

Author: Jan-Marcus Carstens

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